Jenseits von Schamanismus

Von Haus aus bin ich ärztin mit der in der Westlichen Schulmedizin üblichen universitären Ausbildung. Nachdem ich mein Medizinstudium an der Universität Erlangen-Nürnberg und an der Universität von Rennes in Frankreich absolviert hatte, erhielt ich 1996 meine Approbation vom Freistaat Bayern und dennoch arbeite ich heute als Traditionelle Heilerin.

Was ist eine „Traditionelle Heilerin“?

Manchmal werde ich gefragt, ob ich eine „Schamanin“ bin. Ich bin es nicht, was ich bin und tue ist „jenseits von Schamanismus“.

Ich beziehe mich gerne auf eine Unterhaltung, die ich mit meinem „geistigen Bruder“, Thomas Pela, hatte, der Heiler bei den Hopi auf dem Second Mesa ist:

So, wie wir sind, wurden wir mit dem Wissen zu heilen geboren, es liegt in uns verborgen und wir entdecken es während wir unseren eigenen Weg gehen. Wir durchleben Initiation nach Initiation und mehr und mehr Wissen kommt durch und zu uns. Wir müssen uns nicht in einen besonderen Bewußtseinszustand versetzen, um die Welt hinter der Maya, der Illusion wahrzunehmen, weder mit Hilfe bewußtseinsverändernder Substanzen, noch durch Gesänge Trommeln oder Rituale irgendwelcher Art. Wir sind bereits da. Wir sehen andere um uns herum „nackt“, in dem „Was“ und „Wer” sie sind und wie sie die Welt sehen.

Wir sehen, was sie an „Eindrücken“ mit sich herumtragen, sozusagen Lebenseindrücke, die ihre Spuren auf ihnen hinterlassen haben. Emotionales Trauma, Krankheit, psychische Störungen, spirituelle Konflikte...sind sichtbar für uns.

Unsere Aufgabe ist es, unsere eigenen Konflikte zu lösen, das zu „heilen“, was wir selber mit in diese Welt gebracht haben und was seine Spuren auf uns hinterlassen hat, während wir uns Sozialisation und „Kulturisation“ unterzogen haben. Jenseits davon besteht Klarheit, reines „Sein“ und die Fähigkeit 100% empathisch zu sein, um zu spüren, zu sehen, fühlen, hören, was unser Nächster ( Patient / Klient) benötigt, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen und zu heilen, so daß er in der Lage ist, „in Schönheit zu wandeln“ ( „to walk in Beauty“, ein Ausdruck der Navajo), was bedeutet, in Harmonie mit sich und seiner  Umgebung zu sein.

In dieser Arbeit kann kein Raum sein für „Ego“, da „Ego“ das wahre Selbst davon abhält, den anderen im Ganzen wahrzunehmen, und ein Kanal zu sein für die Kraft der Schöpfung, die die heilende Kraft ist, die durch uns hindurch in den Patienten / Klienten fließt. „Ego“ kann uns krankmachen, denn „Ego“ hält negative Energien zurück, die vom Patienten / Klienten während einer Sitzung durch uns hindurchfliessen.

Ein Teil meiner Arbeit ist daher die Arbeit an mir selbst, mich zu klären und in Kommunion mit der Quelle allen Lebens zu stehen. Nur wenn ich klar bin, kann ich auf diese Weise arbeiten.

Was ist diese Arbeit? Es ist eine gänzlich auf Intuition beruhende, praktische Arbeit am physischen Körper. Gleichzeitig arbeite ich jedoch an allen fünf Körpern. Für mich besteht der Mensch aus mehreren Körpern. Zum physischen Körper hinzu könnten wir sie als den emotionalen, den psychologischen, den metaphysischen und den spirituellen Körper sehen. Ich betrachte Krankheiten als  Schatten des emotionalen Körpers und der anderen Körper, die auf den physischen Körper geworfen, sich nach einer gewissen Zeit des Ungleichgewichts schließlich als Krankheiten manifestieren.

Um diese emotionalen Traumata wieder lebendig werden zu lassen, damit sie losgelassen und geheilt werden können, bringe ich sie von der physischen Ebene zurück in die emotionale und/oder in höher energetische Ebenen, so daß der Patient sie entweder durchleben und loslassen kann (kathartische Arbeit), oder es wird mir ermöglicht, sie aus dem Körper herausfliessen zu lassen, wobei ich dem Patienten helfe, sie „auszuatmen” und sie gleichzeitig aus dem Körper „ziehe” und diesen Energien helfe, aus dem Körper zu fliessen.

Dieser Teil der Arbeit sieht aus wie eine Mischung aus Craniosacraltherapie, Chiropraxis, Akupressur, Hatha Yoga, Reflexologie, Osteopathie, myofasziale „Release-Therapie” und anderen bekannten „manuellen“ Therapien.

Da der gesamte Körper eine Geist-Körper Einheit darstellt, und „Gedächtnis“ in jeder Zelle gefunden werden kann, löse ich die Freisetzung dieser Erinnerungen aus...Gefühle, Gedankenmuster, Bilder, Farben...und ermögliche den Heilungsprozeß durch die Kraft der Schöpfung, ein tiefes Gefühl der Liebe zu diesem Leben und dieser Schöpfung.

Sehr häufig wird dies wie ein Fliessen von Wärme und / oder starker Energie wahrgenommen.

Ich wende keine Technik an, auch wenn dies so aussehen mag. Ich lasse mir vom Körper des Patienten die Information über das geben, was getan werden muss. Mein Körper  hat nur die Funktion eines Leiters. Manchmal muss ich aufstossen, wenn der Fluß „negativer” Energie stark ist, ich muss husten, niesen oder gähnen, oder mein Körper schüttelt sich frei von „negativer“ Energie, wenn die Erinnerungen an Traumata freigesetzt werden, die die ursprüngliche Lebensenergie, die an der Wirbelsäule entlangfließt, eingeengt oder blockiert haben.

Ich muss bestimmte Chakren öffnen und klären, muss Objekte oder energetische Blockaden lösen, die mir alle eine Geschichte erzählen können...ich sehe / fühle Geschosse, Pfeile, Seile, Bänder, Flüssigkeiten oder Feststoffe im Körper, die ich mit Hilfe von dem, was man „Metaphysische Chirurgie“ nennt, entferne.

Ich spüre das energetische Ungleichgewicht einzelner Körperteile und / oder betroffener Organe, genauso wie das Ungleichgewicht zwischen rechter (männlicher) und linker (weiblicher) Körperhälfte und bringe es ins Gleichgewicht. Bestimmte Drüsen werden hierbei reaktiviert und das Immunsystem stimuliert. Dasselbe passiert mit Hormonen, die in biologische Alterungsvorgänge des Körpers eingebunden sind, so daß letztlich der Alterungsprozeß und verändertes Zellwachstum günstig beeinflußt werden können.

Ich gehe zurück im metaphysischen Körper, dem „Archivkörper” des Patienten, um Probleme und spirituelle Störungen, die eine Seele aus vergangenen Leben mitgebracht hat, zu heilen. Manchmal treffe ich auf Geschichten, in denen der Patient in vergangenen Leben Macht mißbraucht hat oder selber mißbraucht wurde, und ich werde geleitet, dies zu heilen und somit die „Schatten” aufzulösen, die auf dem Patienten liegen.

Ich nenne mich also eine „Traditionelle Heilerin”. Im alten ägypten wurde in dieser Weise in den Tempeln gearbeitet und ebenso im antiken Griechenland, ehe Hippokrates, dessen Eid wir heute als Moderne ärzte ablegen, die Asklepeische Tradition verließ, in der Priester und Arzt eins waren. Und viele alte Kulturen hatten und haben immer noch ihre Heiler und Heiltraditionen.

Für uns, die Träger dieses Wissens sind, ist es an der Zeit, für Verständnis zu werben, daß, wenn wir nicht die Probleme lösen, die einen Menschen „in der Seele getroffen haben” und die er mit sich trägt, wir nichts anderes tun, als Reparaturarbeiten an dem Transportmittel durchzuführen, das unserer Seele Heimstatt bietet. Wir „behandeln”, aber wir werden niemals „heilen”...

....und es ist Zeit, dieses vergessene Wissen, wie Heilung ermöglicht wird, den Menschen wieder zugänglich zu machen, denjenigen, die die Gabe haben zu heilen und denen, die geheilt werden möchten.

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